1750 Einzelfotos und einen schmerzhaften Sonnenbrand später…

Zur Technik: Hyperlapse ist sozusagen eine bewegte Zeitrafferaufnahme. Diese wird jedoch meistens nicht mit einer Video-Kamera gemacht, sondern mit Einzelfotos.

Eine Fotokamera auf einem Stativ wird nach jedem Foto ein Stück bewegt. Insgesamt ergeben 24 bzw. 25 Einzelfotos eine Sekunde im Video. Wie schnell die Bewegung im Video später aussehen soll, hängt davon ab wie weit die Bewegungsabstände zwischen den Fotos sind. (In diesem Video ca. 5-10 Zentimeter) Später werden die Fotos bearbeitet, zusammengefügt und die Restbewegung wird stabilisiert. Bei der Aufnahme ist es wichtig sauber zu arbeiten, selbst wenn man nach zwei Stunden an einer Sequenz vielleicht langsam die Geduld verliert. Es empfielt sich im Vorfeld die Strecken abzulaufen, Testfotos zu machen und auf einen ebene Untergrund zu achten. Man sollte sich einen festen Ankerpunkt aussuchen um den man rotiert. Dieser Punkt sollte in jedem Foto an der gleichen Stelle sein. (ja das bedeutet die Kamera bei jedem Foto neu auszurichten).

Bei der Aufnahme der Fotos ist es von Vorteil, die Blende zu verschließen und länger zu belichten (ca. 0.5 bis 2 Sekunden Belichtungszeit ergeben schöne Bewegungs- und Lichteffekte). Idealer weise werden die Bilder in RAW gemacht, das erleichtert die Nachbearbeitung.

In Programmen wie After Effects können die Bilder später zusammengesetzt und die Szene stabilisiert werden. Dies ist der Moment, in dem man sieht wie sauber man gearbeitet hat. Die After-Effects-Stabilisierung kann viel, aber nicht alles und Sequenzen mit größeren Sprüngen oder unnatürlichen Bewegungen finden leider nur noch den Weg in den Papierkorb.